Rechtsschutzversicherung: Neuer Tarif für Internetnutzer

Geschrieben von Anett B. am 10. Oktober 2012

Seit Anfang Oktober hat die Arag Versicherung einen neuen Tarif auf dem Markt. Er soll als Rechtsschutzversicherung speziell für Internetnutzer dienen und hört auf den Namen web@aktiv. Abgesichert werden sollen mit dem Tarif unter anderem:

  • Rufmord im Internet
  • Urheberrechtsansprüche / Abmahnungen
  • Missbrauch von Kreditkartendaten

Was bringt der neue Tarif?

Wer aber etwas genauer hinschaut, erkennt schnell, dass der Tarif web@aktiv mehr verspricht, als er letztlich halten kann. Bei Rufmord, Verleumdung oder einer Verletzung der so genannten e-Reputation hilft die Arag nämlich nur dann, wenn dies in Blogs, Foren, Internetseiten und Co. geschieht. Sobald aber Pressedienste entsprechende Meldungen veröffentlichen, ist der Schutz nicht mehr vorhanden.

Beim Missbrauch von Kreditkartendaten verspricht die Arag ebenfalls großzügige Hilfe – doch das machen andere Rechtsschutzversicherungen auch und meist in größerem Umfang. Die Arag zahlt nämlich nur, wenn Kreditkartendaten etwa durch Trickbetrüger abgefasst wurden, diese gestellt werden können und noch in der Lage sind, den Schaden zu zahlen.

Interessant klingt dagegen der Schutz vor Abmahnungen, etwa bei Urheberrechtsverletzungen. Allerdings greifen auch hier massive Einschränkungen. So zahlt die Arag nur die Erstberatung beim Anwalt und deckelt diese Kosten auf 190 Euro. Jeder, der schon eine Abmahnung erhalten hat, weiß, dass alleine die Kosten für den gegnerischen Anwalt pauschal bei 400 bis 500 Euro zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer liegen. Damit wird also nicht einmal die Hälfte der Anwaltskosten getragen und vor Gericht gibt es gleich gar keine Kostenbeteiligung seitens der Versicherung.

Kosten und Leistungsausschlüsse

Eine Familie muss für den neuen Arag Rechtsschutz für Internetnutzer mit Kosten in Höhe von etwa zehn Euro monatlich rechnen. Ausgeschlossen sind natürlich alle Konflikte, die bei Abschluss der Versicherung bestanden haben.

Fakt ist, dass die Arag Versicherung mehr verspricht, als sie halten kann und viele klassische Rechtsschutzversicherungen einige der Leistungen von Haus aus mit im Angebot parat halten. Der Abschluss des web@aktiv Tarifs sollte also wohl überlegt werden.

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