Stiefkind Rechtsschutzversicherung

Geschrieben von Jessica Schnell am 16. Mai 2011

Es gibt so viele Versicherungen in Deutschland, dass die Kunden immer wieder an einigen Policen sparen. Die Rechtsschutzversicherung ist so eine Versicherung, auf die viele Menschen lieber verzichten wollen. Dabei kann es durchaus sinnvoll sein, eine Rechtsschutzversicherung abzuschließen.

Die Mediation beispielsweise rückt immer mehr in den Fokus. Denn bei der Mediation muss kein Gericht eingeschaltet werden, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Vielmehr ist der Mediator dazu da, die streitenden Parteien bei einer gemeinsamen Lösungsfindung zu unterstützen. Er ist demzufolge nur hilfreich bei der Sache, fällt kein Urteil. Damit diese Lösungen nun aber auch Rechtssicherheit erlangen, wird derzeit ein neues Gesetz geplant. Die Ergebnisse sollen vollstreckbar werden und nicht verjähren. Damit will der Gesetzgeber erreichen, dass die Mediation an Bedeutung gewinnt und die Gerichte entlastet werden. Denn die Mediation ist günstiger und schneller als ein Verfahren vor Gericht.

Dieser Umstand ist natürlich auch den Versicherungsgesellschaften nicht entgangen. Etwa drei Viertel aller Gesellschaften bieten daher einen Tarif an, der die Mediation umschließt. 2007 war die DAS die erste Versicherung, andere wie die Allianz oder Huk Coburg zogen bald nach. Die Änderungen im Gesetz werden auch dazu führen, dass andere Versicherungen den neuen Trend mitgehen müssen.

Die Bedingungen für ein Mediationsverfahren sollten vor Abschluss einer Rechtsschutzversicherung geprüft werden. Denn die Bedingungen reichen von einem zwingenden Mediationsverfahren vor der Klage bis hin zu Pauschalbeträgen. Wer derzeit eine Rechtsschutzversicherung abschließen möchte, sollte unbedingt auf das Mediationsgesetz warten oder darauf achten, dass die Rechtsschutzversicherung die Mediation umschließt.

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