Rechtsschutzversicherung auf dem Vormarsch

Geschrieben von Anett B. am 4. Juni 2010

Das Interesse der Verbraucher steigt – die Rechtsschutzversicherung bietet viele Vorteile

In Anbetracht all‘ der Vorzüge, die die moderne Rechtschutzversicherung dem Verbraucher  in der heutigen Zeit zu bieten hat, ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich dies auch auf die Nachfrage nach einem entsprechenden Versicherungsschutz auswirkt.

Dieser, aber auch andere Gründe spielen für diese Entwicklung mitunter eine sehr entscheidende Rolle. Die aktuelle Wirtschaftskrise ist diesbezüglich in erster Linie zu nennen. Denn wer sich bedingt durch mögliche Finanzprobleme seines Arbeitgebers lieber im Voraus in ausreichendem Maße schützen will, oder wenn gar akutes Bangen um den Arbeitsplatz besteht, wollen viele Arbeitnehmer „für den Notfall“ bereits im Vorfeld explizit vorsorgen. Ein wohldurchdachter Rechtsschutz ist da in vielen Fällen oft die Lösung.

In der Tat mag dies sicherlich Sinn machen, denn wenn man der Prognose der Experten von der Hamburger Verbraucherzentrale Glauben schenkt, wird sich wohl auch die Zahl der Gerichtsverhandlungen, zum Beispiel an den Arbeitsgerichten, häufen. Dennoch rät Edda Castelló als kompetente Fachfrau der Verbraucherzentrale Hamburgs denjenigen, die sich eine optimale Absicherung wünschen, insbesondere dazu, in erster Linie Wert auf eine Berufsunfähigkeits-, Haftpflicht- und Krankenversicherung zu legen. Denn im Gegensatz zur Rechtsschutzversicherung sind diese weitaus relevanter und bedürfen demnach eines fundierten Schutzes. Erst wenn diese Aspekte „unter Dach und Fach“ seien, könne der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung in Erwägung gezogen werden.

Wissenswert ist diesbezüglich jedoch, dass – abhängig vom jeweils versicherten Bereich – mit verschiedenen Ausschlüssen im Hinblick auf die Leistungen der Versicherer gerechnet werden muss. Besonders beim Privatrechtsschutz seien Versicherungsnehmer nicht selten im Nachteil. Anders hingegen verhält es sich beim Arbeitsrechtsschutz, denn dieser deckt nahezu lückenlos die Bedürfnisse der Verbraucher ab. Grundsätzlich bedeutet dies allerdings, schon im Vorfeld den tatsächlichen Versicherungsbedarf zu ermitteln, und zwar jeweils in Anlehnung an die individuelle Lebenssituation.

Die finanziellen Aufwendungen für eine rechtliche Absicherung liegen bei etwa 160 Euro pro Jahr. Auch die GDV, der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, gab unlängst bekannt, dass die Kosten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel angestiegen seien. Den Statistiken beispielsweise sei zu entnehmen, dass Rechtsschutz-Versicherer mehr als 500 Millionen Euro für ihre Versicherten zahlten. Diese Kosten setzten sich unter anderem aus Gerichtskosten und Anwaltskosten zusammen. Ein wahrhaft hoher Kostenaufwand, dem vor allem die Versicherer ausgesetzt sind.

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